Schloss Johannisburg liegt am Main im Zentrum der Stadt, war bis 1803 die zweite Residenz der Mainzer Kurerzbischöfe und
wurde 1605–1614 als gewaltige Vierflügelanlage der Spätrenaissance unter Kurfürst Johann Schweikard von Kronberg errichtet.
Die Stadt bezeichnet das Schloss als ihr Wahrzeichen und einen der bedeutendsten Renaissancebauten nördlich der Alpen.
Im Schlossgarten am Hochufer des Mains steht das Pompejanum: König Ludwig I. ließ 1840–1848 durch Friedrich von Gärtner
eine ideale Nachbildung eines römischen Wohnhauses errichten, angeregt durch die Ausgrabungen in Pompeji – nicht als
private Villa, sondern als Anschauungsobjekt für das Studium antiker Kultur. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten
Weltkrieg wurde es ab 1960 in mehreren Phasen restauriert und seit 1994 mit originalen römischen Kunstwerken ergänzt.
Schloss und Park Schönbusch bilden den ältesten bayerischen Park im englischen Landschaftsstil. Der Park entstand ab
1775, Friedrich Ludwig Sckell verlieh ihm seine klassische Form und Emanuel Joseph von Herigoyen entwarf die Bauwerke;
die Anlage umfasst rund 150 Hektar und ist über die 2,4 km lange, von Linden gesäumte Kleine Schönbuschallee mit der
Stadt verbunden.
Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander ist weltweit die einzige Kirche mit dieser Weihe; ihre Gründung geht auf das
10. Jahrhundert zurück. 982 kam Aschaffenburg an Mainz, wodurch das Stift zum prägenden Faktor der bevorzugten
Residenzstadt der Mainzer Erzbischöfe wurde; 1958 erhob Papst Pius XII. das Gotteshaus zur Basilika.
Die Altstadt auf dem Stiftsberg erstreckt sich rund um das Rathaus bis zum Schloss Johannisburg und gibt dem historischen
Zentrum seinen charakteristischen Rahmen.